Richtfest unseres Neubaus

Mit Gunst und Verlaub!
Die Feierstunde hat geschlagen, es ruhet die geübte Hand.
Nach harten, arbeitsreichen Tagen grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.
Stolz und froh ist jeder heute, der tüchtig mit am Werk gebaut.
Es waren wack’re Handwerksleute, die fest auf ihre Kunst vertraut. Mit Fleiß erbaut, das Dach ist drauf, nun nimmt das Lernen seinen Lauf.
Drum wünsche ich, so gut ich’s kann, so kräftig wie ein Zimmermann, mit stolz empor erhobnem Blick dem neuen Hause recht viel Glück.
Wir bitten Gott, der in Gefahren uns allzeit so treu bewahrt, er mög‘ das Bauwerk hier beschützen vor Not und Schaden aller Art.
Nun nehm‘ ich froh das Glas zur Hand, gefüllt mit Wein bis an den Rand, und mit feurigem Saft der Reben will jedermann die Ehr‘ ich geben, wie sich’s nach altem Brauch gebührt, wenn so ein Bau ist ausgeführt.
Hier stehe fest, was Wissen schafft, Ein Haus der Bildung – Voller Kraft. Geweiht sei dieses Haus zur Stund, für alle Kinder, frisch und gesund.
Mög Wissen hier und Freude wohnen. Hallo und Neugier sich stets reich belohnen. Der erste Schluck der Bauherrenschaft:
Hoch sollen sie leben! Hoch…Hoch…Hoch…
Der zweite Schluck der Architektin: Hoch soll Sie leben!
Hoch…Hoch…Hoch..
Nun brauchte man zu allen Zeiten nicht nur den Kopf, nein auch die Hand. Drum noch ein Hoch uns Zimmerleuten, durch deren Kraft der Bau entstand:
Hoch sollen sie leben! Hoch…Hoch..Hoch…
Das Glas ist nun wohl ausgeleert, und weiter für mich nichts mehr wert. Drum werfe ich es zu Boden nieder zerschmettert braucht es keiner wieder.
Doch Scherben bedeuten Glück und Segen der Bauherrenschaft auf all Ihren Wegen.
Hier ist es schöner als im Container.




